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Ein Funke der Freiheit

Aufsatz über den Frühling, von einer Schülerin der 3. Sek.

 

Draussen ist es wunderschönes Wetter. Ich gehe einen Weg entlang, tief im Wald. Der Frühling zeigt sich allmählich in seiner ganzen Pracht. Ich sehe nach oben und spüre die Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht. Ich sehe, wie die Baumkronen sich im Wind beugen. Die einzelnen Blätter, die sich schon zeigen, tanzen im Wind. Die Sonne kommt noch gut bis zum Waldboden, doch in einigen Wochen wird es hier unten dunkel sein. Wenn ich so gehe, spüre ich, wie der Boden und die Blätter, die noch vom letzten Herbst hier liegen, unter mir langsam nachgeben und knirschen, wenn ich auf sie trete. Ich höre nur dieses Geräusch und wie die Vögel pfeifen. Ab und zu höre ich noch etwas anderes knirschen, das nicht von mir kommt. Das lässt mich wissen, dass die Vögel und ich nicht die einzigen sind, die bei diesem Wetter unterwegs sind. Nach dem grauen Winter kommen mir die Farben um mich herum viel intensiver vor. Die grünen Büsche, der blaue Himmel und die helle Sonne – ich wünschte, ich könnte noch länger hier verweilen. Doch der Alltag ruft nach mir. Ich muss zurück. Aber das Gefühl der Freiheit und der Ruhe, das ich hier draussen verspüre, schliesse ich in mir ein. Den Wald habe ich hinter mir gelassen und die ersten Häuser ragen nun hervor. Langsam gehe ich auf die Stadt zu. Was der Tag wohl noch bringen wird?