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Ein Bericht der 2. Sek. Pro.

 

Der Max-Bill-Platz ist ein belebter, dreieckförmiger Platz in Neu-Oerlikon. Das mit kunstvollen Platten belegte Areal ist von hochmodernen Wohnblöcken umgeben. Sechs donutförmige Inseln mit Föhren und Oregano in der Mitte laden zum Verweilen ein. Die Platten weisen ein quaderförmiges Muster auf, welches vom Architekten Max Bill entworfen wurde. Ebenfalls hat es drei Ständergruppen zum Abstellen der Fahrräder. Rund um den Platz befinden sich verschiedene Verpflegungsmöglichkeiten und Läden wie eine Apotheke oder ein Geschäft für Festbekleidungen. Vor allem aber hat hier die Schule Zürich Nord ihren Standort.

Max Bill (1908-1994) war ein Schweizer Architekt, Designer und Vertreter der Zürcher Schule der Konkreten. Er war mit der Cellistin Binia Spoerri verheiratet. Aus dieser Ehe ging der einzige Sohn, Jakob Bill, Gründer der Max-Bill-Stiftung, hervor. 1991 verheiratete sich Max Bill ein zweites Mal mit der Kunsthistorikerin Angela Thomas, die bereits vorher über lange Jahre eine wichtige Gesprächspartnerin für ihn war. Am 9. Dezember 1994 brach Bill auf dem Berliner Flughafen Tegel tot zusammen.

Der Max-Bill-Platz ist 2004 aus der Zusammenarbeit verschiedener Architektenteams entstanden. Er wurde von der Credit Suisse und der UBS gemeinsam mit der Stadt Zürich gebaut. Die Banken kamen für die Kosten auf und die Grün Stadt Zürich hat den Unterhalt übernommen. Für ihre herausragende Leitung bekamen die Architektenteams den «Golden Hasen» der angesehenen Zeitschrift «Hochparterre». Der Platz ist ein Quartiertreffpunkt, und ein wichtiger Anlass ist der Weihnachtsmarkt, der jährlich hier stattfindet.

Wir haben mit Passanten, Ladenbesitzern und Angestellten über ihre Meinung zum Max-Bill-Platz gesprochen. Die Befragung hat ergeben, dass grüne Schattenflächen, kleine Läden und Spielplätze vermisst werden. Dem Platz fehle das allgemeine Treiben, welches ihn fröhlicher machen würde, meinte ein Mann (57), welcher hier arbeitet. Der Max-Bill-Platz hat jedoch eine grosse Vielfalt an Farben und Formen. Etwas mehr gepflegtes Grün würde dem Platz jedoch nicht schaden. Viele Passantinnen und Passanten beurteilen das Muster als schön und angenehm. Zwei Männer finden, dass der Platz sehr sauber sei, jedoch keine Blumen habe. Auch andere Leute, die in die Lokale am Rand des Platzes gehen, sind der Meinung, man sollte den Beton durch eine Wiese oder ein Blumenfeld ersetzen. Man findet ausserdem, dass ein zusätzliches Restaurant, wie zum Beispiel eine Pizzeria, nicht schaden könnte. Jedoch fühlen sich die Befragten insgesamt doch ziemlich wohl hier. Sie nutzen den Platz, um Kaffee zu trinken oder mit ihren Kindern darauf zu spielen.