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Aufsatz über den Frühling, von einer Schülerin der 3. Sek.

 

Draussen ist es wunderschönes Wetter. Ich gehe einen Weg entlang, tief im Wald. Der Frühling zeigt sich allmählich in seiner ganzen Pracht. Ich sehe nach oben und spüre die Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht. Ich sehe, wie die Baumkronen sich im Wind beugen. Die einzelnen Blätter, die sich schon zeigen, tanzen im Wind. Die Sonne kommt noch gut bis zum Waldboden, doch in einigen Wochen wird es hier unten dunkel sein. Wenn ich so gehe, spüre ich, wie der Boden und die Blätter, die noch vom letzten Herbst hier liegen, unter mir langsam nachgeben und knirschen, wenn ich auf sie trete. Ich höre nur dieses Geräusch und wie die Vögel pfeifen. Ab und zu höre ich noch etwas anderes knirschen, das nicht von mir kommt. Das lässt mich wissen, dass die Vögel und ich nicht die einzigen sind, die bei diesem Wetter unterwegs sind. Nach dem grauen Winter kommen mir die Farben um mich herum viel intensiver vor. Die grünen Büsche, der blaue Himmel und die helle Sonne – ich wünschte, ich könnte noch länger hier verweilen. Doch der Alltag ruft nach mir. Ich muss zurück. Aber das Gefühl der Freiheit und der Ruhe, das ich hier draussen verspüre, schliesse ich in mir ein. Den Wald habe ich hinter mir gelassen und die ersten Häuser ragen nun hervor. Langsam gehe ich auf die Stadt zu. Was der Tag wohl noch bringen wird?

Ein Bericht der 2. Sek. Pro.

 

Der Max-Bill-Platz ist ein belebter, dreieckförmiger Platz in Neu-Oerlikon. Das mit kunstvollen Platten belegte Areal ist von hochmodernen Wohnblöcken umgeben. Sechs donutförmige Inseln mit Föhren und Oregano in der Mitte laden zum Verweilen ein. Die Platten weisen ein quaderförmiges Muster auf, welches vom Architekten Max Bill entworfen wurde. Ebenfalls hat es drei Ständergruppen zum Abstellen der Fahrräder. Rund um den Platz befinden sich verschiedene Verpflegungsmöglichkeiten und Läden wie eine Apotheke oder ein Geschäft für Festbekleidungen. Vor allem aber hat hier die Schule Zürich Nord ihren Standort.

Max Bill (1908-1994) war ein Schweizer Architekt, Designer und Vertreter der Zürcher Schule der Konkreten. Er war mit der Cellistin Binia Spoerri verheiratet. Aus dieser Ehe ging der einzige Sohn, Jakob Bill, Gründer der Max-Bill-Stiftung, hervor. 1991 verheiratete sich Max Bill ein zweites Mal mit der Kunsthistorikerin Angela Thomas, die bereits vorher über lange Jahre eine wichtige Gesprächspartnerin für ihn war. Am 9. Dezember 1994 brach Bill auf dem Berliner Flughafen Tegel tot zusammen.

Der Max-Bill-Platz ist 2004 aus der Zusammenarbeit verschiedener Architektenteams entstanden. Er wurde von der Credit Suisse und der UBS gemeinsam mit der Stadt Zürich gebaut. Die Banken kamen für die Kosten auf und die Grün Stadt Zürich hat den Unterhalt übernommen. Für ihre herausragende Leitung bekamen die Architektenteams den «Golden Hasen» der angesehenen Zeitschrift «Hochparterre». Der Platz ist ein Quartiertreffpunkt, und ein wichtiger Anlass ist der Weihnachtsmarkt, der jährlich hier stattfindet.

Wir haben mit Passanten, Ladenbesitzern und Angestellten über ihre Meinung zum Max-Bill-Platz gesprochen. Die Befragung hat ergeben, dass grüne Schattenflächen, kleine Läden und Spielplätze vermisst werden. Dem Platz fehle das allgemeine Treiben, welches ihn fröhlicher machen würde, meinte ein Mann (57), welcher hier arbeitet. Der Max-Bill-Platz hat jedoch eine grosse Vielfalt an Farben und Formen. Etwas mehr gepflegtes Grün würde dem Platz jedoch nicht schaden. Viele Passantinnen und Passanten beurteilen das Muster als schön und angenehm. Zwei Männer finden, dass der Platz sehr sauber sei, jedoch keine Blumen habe. Auch andere Leute, die in die Lokale am Rand des Platzes gehen, sind der Meinung, man sollte den Beton durch eine Wiese oder ein Blumenfeld ersetzen. Man findet ausserdem, dass ein zusätzliches Restaurant, wie zum Beispiel eine Pizzeria, nicht schaden könnte. Jedoch fühlen sich die Befragten insgesamt doch ziemlich wohl hier. Sie nutzen den Platz, um Kaffee zu trinken oder mit ihren Kindern darauf zu spielen.

Bodylotion mit Mandelöl-, Wald- oder Meeresbrisenduft?

Die Schülerinnen und Schüler der Sek Promotion suchen sich Materialien und Chemikalien zusammen, welche sie für die Herstellung einer Bodylotion brauchen. Dann geht es in Zweier- oder Dreiergruppen mit der Arbeit an der eigenen Emulsion los: das demineralisierte Wasser muss über dem Brenner auf 70 Grad erwärmt werden, ebenso Sonnenblumenöl und Tegomuls-Emulgator in einem separaten Becherglas. Die Jugendlichen arbeiten auf feuerfesten Unterlagen mit Schutzbrillen und Handschuhen. Sie entscheiden sich schliesslich für ein Parfümöl und mischen dieses mit weiteren Substanzen zusammen und verrühren alles sehr gut, bis die richtige Stoffmischung in der gewünschten Konsistenz entstanden ist. Zum Schluss wird die fertige Bodylotion in die von Frau Wüst bereitgestellten Töpfchen abgefüllt und beschriftet. Die eine oder andere Lotion wird bestimmt zu Weihnachten verschenkt werden, an Götti, Mutter oder Schwester, wie ich von den Schülerinnen und Schülern höre.