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Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe befassen sich im Bildnerischen Gestalten und im Werken mehrere Wochen mit der Technik des Giessens. Sie experimentieren mit Ton und Wachs, indem sie Strukturen aus der Natur in nassen Ton formen und dann flüssigen Wachs in die Vertiefungen giessen. Sobald das Wachs erhärtet ist, lösen sie den Ton sehr sorgfältig davon ab und reinigen ihn von Wachsrückständen. Ziel ist das bewusste Wahrnehmen von Positiv- und Negativformen, das Gestalten mit Strukturen und Rhythmen aus der Natur und das Kennenlernen diverser Wachstechniken.

Indem die Jugendlichen ihre Wachsobjekte als Kerzen zum Brennen bringen wollen, thematisieren sie die Vergänglichkeit allen Seins und damit ein wichtiges Motiv in der Kunst.

 

 

«Modelliere dich selber aus Ton! Vereinfache die Form und betone das Charakteristische deiner Haltung»!, lautete die anspruchsvolle Aufgabe im Bildnerischen Gestalten. In welcher «Pose» fühle ich mich wohl, in welcher Position möchte ich mich am liebsten sehen, das mussten die Schülerinnen und Schüler der 2. und 3. Sek. sich zuerst überlegen. War diese Stellung gefunden, wurde sie von allen Seiten fotografiert und mit Bleistiftskizzen festgehalten. Bei der dreidimensionalen Umsetzung sollten die Schülerinnen und Schüler in einer einfachen Formensprache verbleiben und die unterschiedlichen Blickrichtungen der Betrachter berücksichtigen. Die modellierten Figuren wurden nach dem Trocknen mit Acrylfarben bemalt!

 

Die Schülerinnen und Schüler fotografieren rund um den Max-Bill-Platz einen Ort, der sie inspiriert, und sie überlegen sich ein Wort, das sie dort «inszenieren» wollen. Sie drucken das Foto schwarz-weiss im Format DIN A4 aus und zeichnen die einzelnen Buchstaben ihres Wortes dreidimensional und perspektivisch richtig auf das Bild. Dabei müssen sich die Jugendlichen überlegen, woher das Licht kommt, um die Buchstaben in den entsprechenden Grautönen zu bemalen. Wird die Struktur des Hintergrunds, zum Beispiel der Wiese, des Bodens oder der Architektur, übernommen, verschmilzt das eingesetzte Wort in wundersamer Weise mit seiner Umgebung.