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Im letzten Quartal hatten die Klassen der 2. und 3. Sek. eine komplexe Aufgabe vor sich, nämlich, sich gegenseitig zu fotografieren und mit dem Foto den gesamten Ablauf des Siebdrucks durchzuspielen.

Mit dem Programm Photoshop bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Porträt, um damit eine Vorlage für einen Vierfarbensiebdruck zu erhalten. Sie mussten eine Vorstellung davon haben, welche Bildteile die gleiche Farbe bekommen sollten, zum Beispiel Hintergrund und T-Shirt-Muster, um die vier Folien im Photoshop herzustellen. Mit ihren Vorlagen und den Sieben fuhren wir in die Siebdruckerei INSCREEN, wo die Jugendlichen einen Einblick in die Herstellung von Siebdrucken erhielten. Hier konnten alle Schüler und Schülerinnen ihr Sieb entfetten, beschichten, trocknen, belichten, auswaschen und retouchieren. Mit den fertigen Sieben und um viele Eindrücke bereichert ging es in die Schule zurück. In den folgenden Wochen stiegen die Jugendlichen mit Rakel und den unverkennbar intensiven Siebdruckfarben in die serielle Produktion ein und fertigten vom eigenen Porträt verschiedene Farbvariationen an.

Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe befassen sich im Bildnerischen Gestalten und im Werken mehrere Wochen mit der Technik des Giessens. Sie experimentieren mit Ton und Wachs, indem sie Strukturen aus der Natur in nassen Ton formen und dann flüssigen Wachs in die Vertiefungen giessen. Sobald das Wachs erhärtet ist, lösen sie den Ton sehr sorgfältig davon ab und reinigen ihn von Wachsrückständen. Ziel ist das bewusste Wahrnehmen von Positiv- und Negativformen, das Gestalten mit Strukturen und Rhythmen aus der Natur und das Kennenlernen diverser Wachstechniken.

Indem die Jugendlichen ihre Wachsobjekte als Kerzen zum Brennen bringen wollen, thematisieren sie die Vergänglichkeit allen Seins und damit ein wichtiges Motiv in der Kunst.

 

 

«Modelliere dich selber aus Ton! Vereinfache die Form und betone das Charakteristische deiner Haltung»!, lautete die anspruchsvolle Aufgabe im Bildnerischen Gestalten. In welcher «Pose» fühle ich mich wohl, in welcher Position möchte ich mich am liebsten sehen, das mussten die Schülerinnen und Schüler der 2. und 3. Sek. sich zuerst überlegen. War diese Stellung gefunden, wurde sie von allen Seiten fotografiert und mit Bleistiftskizzen festgehalten. Bei der dreidimensionalen Umsetzung sollten die Schülerinnen und Schüler in einer einfachen Formensprache verbleiben und die unterschiedlichen Blickrichtungen der Betrachter berücksichtigen. Die modellierten Figuren wurden nach dem Trocknen mit Acrylfarben bemalt!